Bis anhin war ich ziemlich glücklich mit den neuen Touchscreen-Automaten der SBB. Stets führten sie mich ohne grosse Umwege da hin wo ich hin wollte: Ein Ticket zu erstehen.
Doch vor einigen Monaten schon stiess ich auf die ersten Probleme. Eine Fahrt “Menziken – Luzern – Rotkreuz” liess sich weder am Automaten noch beim Bus-Chauffeur lösen. Stattdessen wurden mir alternative Routen vorgeschlagen mittels Bus via Beromünster und Hochdorf oder via Beinwil und Hochdorf (Bus und S-Bahn). Beides Optionen die nicht in Frage kamen, stand ich doch bereits im Bus nach Luzern.
Einzig der nette Herr am Schalter der Wynental-Bahn in Menziken konnte mir jeweils weiterhelfen und mir ein Ticket “Menziken – Luzern (Bus) – Rotkreuz” verkaufen. Da ich tendenziell früh unterwegs bin, beisst sich mein Wunsch nach einem Ticket jedoch regelmässig mit deren Öffnungszeiten: Der Bahnschalter ist jeweils erst ab 06:30 geöffnet. Dies veranlasste mich des öfteren, ein Ticket nach Luzern resp. Sursee zu lösen – und beim Umsteigen unter Zeitdruck ein weiteres Ticket zu kaufen.
Heute widerum war ich erstaunt über die Sturheit des Automaten am Bahnhof Hardbrücke in Zürich. Mein Ziel war es, ein Ticket “Zürich-Hardbrücke – Rotkreuz” zu lösen, jedoch die Route via Othmarsingen (1x umsteigen, 2x S-Bahn fahren). Der Automat schlägt als erstes vor, via Zürich HB zu fahren was ja durchaus plausibel und sinnvoll erscheint. Dann jedoch die Eingabe eines manuellen “via Othmarsingen” stetig mit Lenzburg zu ersetzen machte es mir unmöglich, an dem Automaten ein Ticket für die gewünschte Verbindung zu lösen.
Dazu möchte ich anmerken, dass die Verbindung via Othmarsingen mir notabene von der SBB-eigenen Fahrplan-Auskunft vorgeschlagen wurde.
Konsequenz: Während ich das hier nun tippe sitze ich im InterRegio der jeden Moment in Zürich am Hauptbahnhof losfährt und mich zwingt in Zug noch ein zweites Mal umzusteigen.
Meine zwei Bitten an die SBB, die Post als Postautostrecken-Betreiberin, die AAR Bahn und Bus sowie die Verkehrsverbünde A-Welle und Passepartout sind somit:
- Jeder Ticket-Automat, egal ob stationär am Bahnhof oder in Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs, sollte es einem Benutzer ermöglichen, zumindest Tickets für die Strecken zu erwerben, welche von A nach B vom SBB-Fahrplan vorgeschlagen werden.
- Sollte es für die Beförderung von A nach B meherere Strecken geben (Stichwort Heitersberg) welche die Fahrzeuge befahren, so soll ein Ticket von A nach B auf allen diesen Strecken gültig sein.
Ein altbekanntes Problem. Glücklicherweise kommt es immer seltener vor, da die Programmierer je länger je mehr solche Verbindungen im System erfassen. So weit ich weiss, müssen die dies aber alles von Hand eingeben. Der Computer konstruiert selber nur die “üblichen” Verbindungen. Ist scheinbar ein ziemlich komplexes System…